Kursangebot | Schule + Computer = ? | Profil | Kontakt | Links | Downloads + Tipps





Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.
(Thomas Watson)

> Schule + Computer = ?

 

Der Computer - ein (schlechtes) Lesemedium

Auch wenn im Zusammenhang mit dem Computer häufig von Multimedialität die Rede ist: Der grösste Anteil computerbasierter Informationen wird über Text vermittelt.
Auch das Internet wird - obwohl es sehr bunt bebildert und oft animiert daherkommt - vor allem gelesen.

Trotzdem ist der Computer eigentlich ein schlechtes Lesemedium. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Geringe Bildschirmauflösung
Computermonitore haben eine Bildschirmauflösung von 72dpi (=dots per inch / Punkte pro Inch). Dies bedeutet, dass auf einem Feld von 2,54cm x 2,54cm nur ca.5000 Bildpunkte zur Darstellung verwendet werden können. (Zum Vergleich: Drucker beginnen meist bei 300dpi und schaffen je nach Preisklasse 1200 und mehr dpi).
Die Folgen: Feine Linien und Details können am Bildschirm nur schlecht wiedergegeben werden. Dies wirkt sich auch auf die Darstellungsqualität von Schriften und Texten negativ aus.

Bildschirmflackern/Strahlung
Computermonitore (Flachbildschirme ausgenommen) haben eine Bildröhre, die Strahlung erzeugt. Ein Computerbild wird ca. zwischen 60 und 100 mal in der Sekunde neu aufgebaut. Obwohl wir dies nicht mehr bewusst wahrnehmen können, werden unsere Augen dadurch ermüdet.

Unbequeme Haltung
Im Gegensatz zum Buch, das wir überall hin mitnehmen und z.B. auch liegend lesen können, zwingt uns der Computer an einen Schreibtisch.

Diese Umstände führen zu einem geänderten Leseverhalten und zu einer verminderten Leseleistung am Bildschirm: Wir lesen vom Bildschirm um ca. 25% langsamer als vom Papier und unsere Augen ermüden wesentlich rascher.

Folgen für den Computereinsatz in der Schule:
  • Lehrpersonen müssen über die unterschiedlichen Voraussetzungen beim Bildschirmlesen informiert sein.
  • Am Computer sind kurze und übersichtlich gegliederte Texte von Vorteil.
  • Die Lehrperson muss genauer als bei gedruckten Texten darauf achten, dass sie stufengerecht sind.
  • Die SchülerInnen sollten die Möglichkeit haben, längere Texte auszudrucken.

Trotz der geschilderten Nachteile können computerbasierte Texte sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden. Ihre Stärken gegenüber den gedruckten Texten liegen in der Verknüpfungsmöglichkeit (Hypermedialität) mit weiteren Texten oder Multimedia - Elementen (Audio, Video) und in der Möglichkeit Texte interaktiv zu machen, d.h. den SchülerInnen Feedback zu geben.

zurück zur Artikelübersicht
 
   



Zur Startseite