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Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.
(Thomas Watson)

> Schule + Computer = ?

 

Ohne LehrerIn geht's nicht

Die Software & Information Industry Association beschäftigt sich seit einem Jahrzehnt mit der Erforschung der Auswirkungen des Einsatzes von Technologie in der Erziehung.
In einem Bericht über die Effekte des Einsatzes zeichnet sie ein differenziertes Bild:
Der Einsatz von Technolgie kann Unterricht und Lehre positiv beeinflussen, doch das Vorhandensein einer technischen Infrastruktur allein garantiert noch keinen verbesserten Unterricht.
Ein entscheidender Punkt ist der/die gut geschulte LehrerIn. Nur sie kann die langfristige Aufgabe der Computerintegration bewältigen.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Leistungen der SchülerInnen umso mehr steigen, je versierter die Lehrkraft den Umgang mit den neuen Technologien beherrscht. Eine Fallstudie ergab, dass wenige Stunden zusätzliche Fortbildung einen entscheidenden Unterschied machen können: SchülerInnen die von Lehrkräften mit zehn Stunden Fortbildung unterrichtet wurden, erzielten weitaus bessere Ergebnisse als Klassen, deren Lehrkräfte nur fünf Stunden Weiterbildung bekommen hatten.

Natürlich ist die Computer - Kompetenz der Lehrkraft nicht der einzige Faktor. Ihre Motivation, die neuen Medien in ihrer Klasse einzusetzen stellt ebenso eine Erfolgsvariable dar wie die Zusammensetzung der Schulklasse, die Qualität der eingesetzten Hard- und Software und die Zugangsmöglichkeiten der SchülerInnen zu neuen Medien in der Schule und zuhause

Als sehr wichtig stellte sich auch ein gutes Angebot von Lehr- und Lernprogrammen heraus, auf das die Lehrkräfte via Internet zugreifen können. Vor allem in Fächern, für die es wenig standardisierte Software gibt ist es wichtig, dass die Lehrkräfte über das Netz taugliches Material finden können.

Der Bericht betont die Individualität und Einzigartigkeit jedes Lernprozesses. Es gibt für den Einsatz von Computern im Unterricht deshalb auch keine Erfolgsrezepte. Neben den richtigen Voraussetzungen und einer sorgfältigen Planung ist das Engagement und der Einsatz der Lehrkraft unverzichtbar.

Am Höhepunkt des Internet - Booms wurde von manchen ein Ende des "Bildungsmonopols" der Schule prophezeit. Dabei wurde jedoch Informationsübertragung mit Lernen oder gar "Bildung" gleichgesetzt. Die Schule ist jedoch wesentlich mehr als eine blosse Informationsquelle. Sie ist Orientierungshilfe, sie hilft den SchülerInnen bei der Entwicklung von Verarbeitungs- und Bewertungsstrategien von Informationen. Schliesslich hat sie auch eine soziale Funktion, die weder durch Email noch durch Chatrooms ersetzt werden kann. Dieser Bericht zeigt, das die Zukunftsvorstellung einer durch den Computer "überflüssig" gewordenen Lehrkraft (Gott sei Dank) eine völlige Illusion ist.

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